§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software InfinityPaidia zwischen der MD Baukonzept UG (haftungsbeschränkt), St.-Anton-Str. 116, 47798 Krefeld, eingetragen beim Amtsgericht Krefeld unter HRB 18591, vertreten durch den Geschäftsführer Marco Dahm (nachfolgend „Anbieter“), und dem Kunden.
(2) InfinityPaidia richtet sich an Vereine, Verbände, Stiftungen, Fördervereine und andere Organisationen sowie an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB ist nicht vorgesehen. Wer sich für eine Organisation registriert, versichert, zu deren Vertretung berechtigt zu sein.
(3) Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.
§ 2 Leistungen
(1) InfinityPaidia ist eine webbasierte Software zur Vereinsverwaltung (Software as a Service). Sie umfasst insbesondere:
- Mitgliederverwaltung mit Import, Export und Dublettenprüfung
- Anträge und Kündigungen mit Fristberechnung nach den hinterlegten Satzungsangaben
- Beitragsgruppen, SEPA-Mandate, Beitragsläufe und SEPA-Lastschriftdateien
- Spendenverwaltung und Zuwendungsbestätigungen nach amtlichem Muster
- Termine, Mitgliederversammlungen, Einladungen, Rückmeldungen und Anwesenheit
- Briefe mit Vorlagen und PDF, Dokumente, Belege, Kontoumsätze und Berichte
- ein Mitgliederportal
(2) Die Software wird über das Internet bereitgestellt. Eine Überlassung der Software zur Installation ist nicht geschuldet.
(3) Der Anbieter entwickelt die Software weiter und darf Funktionen ändern, soweit die vereinbarten Kernfunktionen erhalten bleiben und die Änderung dem Kunden zumutbar ist.
§ 3 Keine Rechts- oder Steuerberatung
(1) InfinityPaidia unterstützt bei Verwaltungsaufgaben. Fristberechnungen, Einladungsfristen, Zuwendungsbestätigungen, SEPA-Dateien, Beitragsberechnungen und Textvorlagen sind Arbeitshilfen auf Grundlage der Angaben des Kunden. Sie ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung.
(2) Der Kunde prüft Ergebnisse vor ihrer Verwendung, insbesondere bevor er Zuwendungsbestätigungen ausstellt, Lastschriften einreicht, Kündigungen bestätigt oder Versammlungen einberuft. Für die Richtigkeit der hinterlegten Satzungs-, Steuer- und Bankangaben ist der Kunde verantwortlich.
§ 4 Registrierung und Testphase
(1) Nach der Registrierung kann der Kunde InfinityPaidia 14 Tage kostenlos im Umfang des Tarifs „Verein“ testen. Die Testphase endet automatisch und geht nicht ohne Zustimmung des Kunden in einen kostenpflichtigen Vertrag über.
(2) Nach Ende der Testphase bleiben die Daten lesbar und exportierbar. Änderungen sind erst nach Abschluss eines Tarifs wieder möglich.
(3) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und vergibt Zugänge nur an Personen, die für den Verein tätig sind, mit der jeweils erforderlichen Rolle.
§ 5 Tarife und Preise
(1) Es gelten folgende monatliche Preise, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer:
- Start: 29,00 € netto pro Monat, bis 75 Mitglieder
- Verein: 69,00 € netto pro Monat, bis 400 Mitglieder
- Verband: 149,00 € netto pro Monat, bis 5.000 Mitglieder
(2) Die Vergütung ist monatlich im Voraus fällig und wird über den Zahlungsdienstleister Stripe eingezogen. Rechnungen stellt der Anbieter elektronisch bereit; sie sind im Kundenportal („Abo verwalten“) abrufbar.
(3) Schlägt eine Zahlung fehl, versucht Stripe den Einzug erneut. Bleibt die Zahlung aus, darf der Anbieter den Zugang nach Mahnung auf Lesen beschränken, bis die Forderung beglichen ist.
(4) Preisänderungen kündigt der Anbieter mindestens sechs Wochen vorher in Textform an. Der Kunde kann zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen.
§ 6 Laufzeit und Kündigung
(1) Ein Abonnement läuft auf unbestimmte Zeit und verlängert sich jeweils um einen Monat. Der Kunde kann jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats kündigen, im Kundenportal oder in Textform an info@infinitypaidia.com.
(2) Der Anbieter kann mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kündigen.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 7 Daten des Kunden, Export und Löschung
(1) Alle Daten, die der Kunde eingibt, bleiben seine Daten. Der Anbieter verarbeitet sie nur zur Erbringung der Leistung.
(2) Der Kunde kann seine Daten während der Vertragslaufzeit und bis 30 Tage nach Vertragsende exportieren. Danach werden sie gelöscht, soweit keine gesetzliche Pflicht zur Aufbewahrung beim Anbieter besteht.
(3) Soweit der Kunde personenbezogene Daten verarbeitet, ist der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO Bestandteil dieses Vertrags. Er gilt mit der Registrierung als abgeschlossen.
(4) Der Kunde stellt sicher, dass er die Daten, die er eingibt, verarbeiten darf, und informiert die Betroffenen, etwa seine Mitglieder, nach Art. 13 und 14 DSGVO.
§ 8 Verfügbarkeit
(1) Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel an. Ausgenommen sind angekündigte Wartungen sowie Störungen, die der Anbieter nicht zu vertreten hat, etwa bei Hosting- oder Zahlungsdienstleistern oder durch höhere Gewalt.
(2) Der Anbieter sichert die Datenbank regelmäßig. Der Kunde sollte wichtige Unterlagen, etwa ausgestellte Zuwendungsbestätigungen und SEPA-Dateien, zusätzlich selbst aufbewahren.
§ 9 Nutzungsrechte und Pflichten
(1) Der Kunde erhält für die Vertragsdauer das nicht ausschließliche, nicht übertragbare Recht, InfinityPaidia für eigene Zwecke zu nutzen.
(2) Der Kunde nutzt die Software nicht rechtswidrig, insbesondere nicht für unerlaubte Werbung, und versucht nicht, auf Daten anderer Kunden zuzugreifen oder die Software zu überlasten.
§ 10 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist dann auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt, höchstens auf die Vergütung der letzten zwölf Monate.
(3) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in Höhe des Aufwands, der bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.
§ 11 Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit einer Frist von sechs Wochen ändern, wenn dies wegen Gesetzesänderungen oder Weiterentwicklung der Software erforderlich ist und der Kunde nicht unangemessen benachteiligt wird. Die Änderung wird in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Folge weist der Anbieter in der Mitteilung hin. Bei Widerspruch kann jede Seite zum Inkrafttreten kündigen.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand Krefeld.
(3) Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleiben die übrigen Bestimmungen wirksam.